Verkehr

  • Autofreies Heliosgelände Befahrbar nur für Müllfahrzeuge, Feuerwehr, Radfahrer
  • Kein PKW-Magnet auf dem Heliosgelände! optimale ÖPNV-Anbindung Ehrenfeld ist mit überdurchschnittlich hohen Fahrradfahreranteil vorbildlich und soll das bleiben. Minimal mögliche Anzahl an PKW-Stellplätzen
  • Mit-Nutzung von bestehenden Park-Plätzen: z. B. Netto-Parkplatz, City-Parkhaus
  • Grüner Weg als öffentliche Verbindung für Fußgänger und Radfahrer durch die Gelände-Mitte
  • Kulturmeile Heliosstraße als shared space Mischfläche, gleichberechtigt für alle Verkehrsteilnehmer mit großzügigem Übergang zum Bahnhof Ehrenfeld / U-Bahn / Bahnbögen
  • Ehrenfeldgürtel als Boulevard mit breiten Fuß- und Radwegen und Laden- und Hauseingängen
  • Vogelsanger Straße muss fußgängerfreundlich werden Entwicklungen Grüner Weg, Lichtstraße
  • Daten zur Verkehrsmittelwahl: Ehrenfeld ist heut schon Spitze im Umweltverbund

Eure Ideen:

  • KVB Sonderbahnen auch nachts oder Nachtbusse, Friesenplatz bis Venloer Straße – mehr Nachtleben Alternative zum Belgischen Viertel
  • Das Endziel ist: Ehrenfeld wird autofrei
  • Einbahnstraßenkonzept für Vogelsanger und Venloer Straße
  • Ehrenfeldgürtel als Gehstrecke möglich machen – nur jetzt nur Autostrecke
  • Verkehrsübungsplatz für Fahrradanfänger

Deine Ideen sind uns wichtig! Füge sie einfach per Kommentarfunktion hinzu!

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5 Antworten zu Verkehr

  1. FlorianK schreibt:

    Wenn ich solche Sachen wie „Autofreies Ehrenfeld“ hier lese, frage ich mich inwieweit an dieser Stelle vernünftig über die Bebauung und Entwicklung des Heliosgeländes diskutiert wird oder ob die BI von fundamentalökologischen Utopisten gekapert wurde. Bitte kehrt zum Thema zurück! Von mir aus koennen die auf dem Gelände ein großes Autohaus bauen, nur eben keine „Ehrenfeld Arcarden“ und dafür gibt es insbesondere im Bereich Verkehr klare Argumente.

    Da Ehrenfeld und dort insbesondere die Venloer- , Vogelsanger- und Subbelrather Strasse sowie der Gürtel bereits jetzt schon an ihrer Kapazitätsgrenze durch den Automobilverkehr genutzt werden, muss auch einem Projektinvestor klar sein, dass auf dem Heliosgelände nichts entstehen darf, was viel Individualverkehr anzieht. Die Idee, eine Shopping Mall zu errichten, muss sich eigentlich bei Betrachtung der jetzigen Situation schon verbieten.

    Stellen wir uns fuer einen kleinen Moment mal vor, auf dem Heliosgelände stünde ein Wellblechpalast, in welchen man die ehemalige Rheinlandhalle nahe an der Grenze zum architektonischen Raubbau, integriert haette. Natürlich steht auch der Turm noch, nur prangt von diesem weithin sichtbar der für mfi- Projekte typische, rot- schwarze Schriftzug „Helios Arcarden“. In diesem Wellblechpalast gibt es dann einen MediaSaturnMarkt, Kölns fünfhundertste H & M Filiale und andere Textil- Grossfilialisten, Fielmann, zwei kleine und einen Riesengrossen Supermarkt à la Kaufland, überteuerte, aber dafür schlechte Imbisse…das ganz typische Programm, eben.

    Wer würde denn dort einkaufen wollen? Vor allen Dingen: Wie würden die denn da hin kommen? Ein besonders dummer oder eben besonders dreister Mann hat behauptet, dass würden die Menschen in der Hauptsache mit dem ÖPNV erledigen, schliesslich sei der Ort hervorragend angebunden. Sicher würden viele Menschen mit dem ÖPNV kommen, aber ebensoviele würden das Auto wählen. Schonmal versucht, einen sperrigen Fernseher, eine Kiste Wasser und eine Kiste Bier nebst dem Familieneinkauf für die ganze nächste Woche in der KVB zu transportieren? Das Helios Gelände ist eben nicht nur gut durch die Strassenbahn, Bus und S- Bahn angebunden, sondern ebenso prima durch die nahe A57.

    Das wir Ehrenfelder eigentlich keinen MediaSaturnH&MSupermarktImbiss brauchen, hat die BI mit einer Potentialanalyse schwarz auf weiß. Wenn ich einen Elektromarkt besuchen will, bringt mich die S- Bahn in wenigen Minuten an den Hansaring, alltägliche Einkäufe erledige ich zu Fuss bei den Supermärkten „ums Eck“ und neue Hosen kann ich mir nach einer kurzen Fahrt mit den Linien 3 oder 4 zum Neumarkt in den Flagship Stores mit Riesenangebot eben dieser Textilgrossfilialisten kaufen. Wir Ehrenfelder können das.

    Wenn ich jetzt aber die A57 entlang gucke, sehe ich Bilderstöckchen, Bickendorf, Ossendorf, Lindweiler…bis nach Dormagen kann ich da ganz gemütlich gucken. Je weiter ich mich vom Zentrum entferne, desto größer wird der Weg in Kölns Innenstadt, die uns Ehrenfeldern wie ein Katzensprung erscheint. Ist man aber (Auto-) Mobil, dann kann man sich geschwind in selbiges Auto setzen und in Windeseile über die A57 in die Helios Arcarden fahren. Dort gibt es eine Tiefgarage, man muss keinen Parkplatz suchen (was besonders „clevere“ dennoch tun werden, wär doch gelacht wenn die im Veedel keinen kostenlosen Parkplatz finden würden) und hat „die ganzen Geschäfte“ dank Helios Arcarden und A57 jetzt vor der Haustür.

    Ich habe einige Jahre in Kalk gewohnt, nahe der dortigen mfi- Arcarden und kann mich noch lebhaft dran erinnern, wie die Autos von der Autobahnabfahrt der A4 quer durch Kalk durch die kleine Vietorstrasse bis zur Einfahrt des Arcardenparkhauses standen. Sie standen in einem kleinen Stau quer durch Kalk. Für die Kalker war das weniger praktisch, wenn sie nun selber mit dem Auto im Viertel unterwegs waren, vielleicht nach einer langen Reise einfach nur nach Hause in die Vietorstrasse wollten. Insbesondere Samstags und an den lustigen verkaufsoffenen Sonntagen, die diese Arcarden immer veranstalten, war dies das typische Bild. Die Leute kamen aus den Stadtteilen, die weiter draussen die A4 entlang gelegen sind oder auch aus dem Bergischen Land. Die Arcarden liegen eben näher als die Innenstadt.

    An Wochenenden wird der Verkehr in Ehrenfeld grundsätzlich zum Erliegen kommen, insbesondere wenn die Helios Arcarden wieder verkaufsoffene Sonntage „feiern“. Besonders spassig ist das für die Anwohner in Ehrenfeld, die mit anderen Zielen da durch müssen, oder für die Leute an Vogelsanger, Venloer oder Subbelrather Strasse, die dank Rückstau ein stundenlanges Hupkonzert bewundern dürfen.

    Wie man an diesem einfachen Gedankenspiel erkennt, erhöht ein solches Einkaufzentrum die Lebensqualität im Stadtteil enorm. Wenn dann an der Venloer Strasse auch noch das prophezeihte Geschäftesterben mit beschleunigter Verramschung des Sorttiments einsetzt, hat das Wohnen in Ehrenfeld eine ganz neue Qualität erreicht, die nur noch dadurch übertroffen wird, dass die Kaufhaussecurity zusammen mit ihren Anwälten das Nachtleben um das Heliosgelände totberuhigt hat. Endlich keine Ruhestörung und keine Wildpinkler mehr.

    Die Forderung, nach mehr bezahlbarem Wohnraum in Ehrenfeld würde sich nach einiger Zeit ganz von selbst erfüllen und in Nippes gäbe es plötzlich eine gewchsene Kultur- und Kreativszene, neue Kneipen und Latte Machiatto Muttis ausserhalb des Agnesviertels. Als Ehrenfelder Gentrifizierungsgegner müsste man eigentlich konsequent für die Helios Arcarden eintreten.

    Was soll nun auf dem Heliosgelände entstehen? Wie gesagt, ein grosses Autohaus wäre vielleicht nicht schlecht. Die Firma Fleischhauer ist in der Nähe, ein Standort von Ford, Opel oder Konsorten wäre denkbar. Autohäuser werden normalerweise nicht von Massen aufgesucht, das zusätzliche Verkehrsaufkommen wäre machbar und man könnte sogar weite Teile der bestehenden Strukturen auf dem Gelände erhalten. Ich wäre auch mit einem Hotel zufrieden, gerade zu Messezeiten ist Köln oft „ausgebucht“ und die Hotelgäste würden sich bestimmt über die zahlreichen gastronomischen Angebote in Ehrenfeld freuen. Auch hier würde es wohl keinen Massenverkehr geben.

    Am besten wäre es natürlich, die Investoren würden Rücksicht auf die Strukturen nehmen, die ums Heliosgelände quasi „natürlich“ gewachsen sind. Proberäume, Ateliers, Werkstätten, Kleinselbstständige verschiedenster Couleur. Weiss Herr Bauwens- Adenauer eigentlich, wie hoch durchschnittliche Proberaummieten sind? Und was für eine Nachfrage nach sauberen, akustisch ausgebauten Proberäumen mit angeschlossenen Tonstudios besteht, für die so mancher Musiker gerne etwas tiefer in die Tasche greifen würde? Weiterhin könnte man Büros zu sogenannten Coworking Spaces umbauen, wo sich Kleinselbstständige und Gründer, die sich (noch?) keine eigenen Büros leisten können gegen Miete in Bürogemeinschaften arbeiten können, vielleicht eine IT Infrastruktur oben drauf bekommen etc. Ähnliches gibt es im Bereich von Werkstätten- nur in Köln leider viel zu wenige. Ich würde auch nicht Zeter und Mordio schreien, wenn das Gelände mit Schickmicki- Gewerbehöfen versehen würde und die bestehende Infrastruktur/ Gebäudestruktur aufgrund ihres industriellen Charmes dort integriert würde. Dass dergleichen zusammen mit Nachtleben und Kultur funktionieren kann, zeigt das nahegelegene Vulkan Gelände.

    Von mir aus kann mfi auch gerne ein Einkaufzentrum bauen. Am Butzweiler Hof, mitten im Gewerbegebiet. Da wohnt keiner, die A57 ist ums Eck, die Strassen sind auf viel Verkehr ausgelegt und wegen einem schwedischen Möbelhaus ist auch schon direkt eine große Menge Laufkundschaft vorhanden. Wäre doch ne tolle Sache, aber bitte verschont Ehrenfeld damit. Der Verkehrsinfarkt, den ein Einkaufszentrum erzeugt, würde der Patient Ehrenfeld nicht ohne schwerwiegende Langzeitfolgen überleben.

    • Andreas Lemke schreibt:

      Hallo Florian, die Idee vom autofreien Ehrenfeld wurde bei einer Veranstaltung als Anwohneridee auf das dafür vorgesehene Plakat geschrieben. Ist also keine genuine BI-Idee. Wir dokumentieren das an dieser Stelle nur – der ein oder andere in der BI sympathisiert damit – und warum auch nicht? Ich glaube aber, auf dieser Seite überwiegen durchaus die Ideen für das Helios-Gelände itself. Unser Minimalkonsens (der für den Investor natürlich ein Maximalkonsens bedeutet, hehe) in der BI lautet: Kein EKZ auf dem Helios-Gelände – und da sehe ich auch keinen Dissens mit Dir. Dein Kommentar beinhaltet einen Strauß von Anregungen, Argumentationen und Denkanstößen – danke dafür. Schmeiß ich gleich auf Facebook. Viele Grüße, Andreas

  2. Almut Skriver schreibt:

    Lieber Florian,

    Deine Beschreibung der Zukunft Ehrenfelds vor dem Hintergrund Deiner Kalker Erfahrung finde ich sehr treffend. Ich denke, dass das Helios-Gelände über der Erde „autofrei“ werden wird, ich kann mir auch die Heliosstraße als shared space und Kulturmeile vorstellen, wo die Fußgänger vom Bahnhof aus zu Galerien, Ateliers, underground und Veranstaltungen in den erhaltenen Hallen auf dem Helios-Gelände spazieren können. Bei einem EKZ würde die Heliosstraße zur Anlieferung und Tiefgaragen-Einfahrt degradiert.

    Vielleicht hast Du ja Lust, Deine Erfahrungen in einem Workshop bei der Bürgerbeteiligung live einzubringen!

  3. Antonia Skriver schreibt:

    Liebe Mama,

    ich bin so stolz auf dich! ❤ :*

    Antipasti

  4. Selena schreibt:

    Aber wen juckts denn?

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