Eine Schule für Alle in Ehrenfeld

Bürgerinitiative Helios lud Eltern zur Infoveranstaltung ein

Die IUS stellt sich vor (Foto: SXC)

Die IUS stellt sich vor (Foto: SXC)

60 Leute kamen am 15. Mai zu einer Veranstaltung der BI Helios ins Ernst-Flatow-Haus in Ehrenfeld. Der Arbeitskreis Schule der BI hatte insbesondere Eltern in einem Flugblatt zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Dass so viele Leute kamen, freute die Veranstalter. Jörg Detjen, der die Veranstaltung moderierte, umriss zu Beginn der Veranstaltung kurz die Geschichte der Auseinandersetzung um das Helios-Gelände mit der Verhinderung einer Shopping-Mall. Der Bürgerinitiative sei nunmehr sehr wichtig, dass in der Phase, in der jetzt über die konkrete Planung einer Schule diskutiert wird, „auch die Betroffenen, nämlich die Eltern und natürlich auch die Kinder, in diesen Prozess einbezogen werden müssen. Das hat bisher noch nicht stattgefunden. Insofern ist diese Veranstaltung eine Premiere.“

Vier Eltern des Arbeitskreises – Yesim Yesil-Bal, Christel Nüsperling, Julia Lottmann und Anke Clasen – hielten dann kurze Statements, warum sie die Inklusive Schule in Ehrenfeld für vorteilhaft halten. Das machten sie zum Teil auch in sehr persönlichen Worten deutlich. Die Einbeziehung der Migrantinnen und Migranten und der Behinderten ist bei dieser Schulform viel besser möglich. Der Standort Ehrenfeld mit seiner großen Vielfalt an Kulturen und Religionen ist für eine Inklusive Schule besonders interessant. Die Inklusive Universitätsschule (IUS) kann ein Ort des Lernens werden, der diese Vielfalt nutzt, individuelle Lernwege beachtet und auch die klassische Notenvergabe in Frage stellt.

Nach diesen kurzen, interessanten persönlichen Statements stellten Jannette Bolewski und Marion Hensel vom Standpunkt der Lehrerinnen den Vorteil des Schulprojektes dar. Die individuelle Förderung aller Kinder stellt viele Lehrerinnen und Lehrer vor eine große Herausforderung. Daher sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, um diese Herausforderungen mit allen Beteiligten meistern zu können. Marion Hensel, die im Arbeitskreis der BI mitarbeitet, aber auch im „Schulgründungsarbeitskreis der IUS“, ist wichtig, dass die Inklusive Universitätsschule eine lebendige Schule im Stadtteil wird, die ALLE mitnimmt und die vorhandenen Potentiale nutzt – wie es im vorliegenden Konzept der IUS und im Kodex des Bürgerbeteiligungsverfahrens auch schon beschrieben ist.

Die IUS wird eine öffentliche Schule in städtischer Trägerschaft mit fester Anbindung an die Universität zu Köln. Die Stellen werden nach den landesweiten Vorgaben ausgeschrieben. Es werden multiprofessionelle Teams zusammengesetzt aus Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen, Ganztagskräften und Studierenden unterstützt durch feste Zusammenarbeit bzw. Kooperationen mit Schulsozialarbeit, Schulspsychologie, Therapie, Handwerk und weiteren Organisationen. Marion Hensel machte deutlich, dass die IUS an der Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Stadtteil in Ehrenfeld sehr interessiert sei. Das Schulprojekt kann vor der Fertigstellung des Baus auf dem Helios-Gelände bereits im nächsten Jahr starten, wenn der Stadtrat grünes Licht gibt. Die Schule in der Overbeckstraße wird als möglicher Übergangsstandort geprüft.

In den nun anschließenden Diskussion gab es viele Fragen, aber auch wichtige Anregungen für das Schulprojekt, z.B. der Übergang von und die Zusammenarbeit mit Kitas in Ehrenfeld zum neuen Schulprojekt. Ein Vater kam aus Mülheim und fragte, ob sein Kind auch diese Schulform nutzen könne. Eine anwesende Schulleiterin verwies auf die Einschulungskriterien, die ortsnahe Kinder vorrangig bediene. Bei den Fragen merkte man sehr deutlich, dass sich die Eltern viele Gedanke darüber machen, wo und wie ihre Kindern unterrichtet werden sollen.

Zum Schluss der Diskussion begrüßte der Sprecher der Bürgerinitiative Hans Werner Möllmann das Engagement der Eltern und lud zu einer Veranstaltung am 3. Juni, um 19.30 Uhr, ins Berufskolleg Ehrenfeld ein. Hier veranstaltet die Bezirksvertretung eine Info-Veranstaltung zu den bisherigen Planungen der Bauwens-Gruppe.


Termine:

  • Montag, 3. Juni 2013, 19.30 Uhr
    Info-Veranstaltung der Bezirksvertretung zu den bisherigen Planungen der Bauwens-Gruppe im Berufskolleg Ehrenfeld

Links:

  • Siehe auch: Neue Runde Heliosplanung
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