Viel Zustimmung für die BI Helios auf der Venloer Straße

Viel los am Stand der BI Helios (Foto: Pascal Nordmann)

Viel los am Stand der BI Helios (Foto: Pascal Nordmann)

Samstag, 24.9., 11 Uhr. Auf der Venloer Straße ist schon viel los. Mitglieder der BI Helios bauen einen Stand vor der Stadtsparkasse auf. Blickfänger des Infostandes ist unser großes Holzmodell vom Helios-Gelände. Die Ehrenfelder lassen sich nicht lange bitten, es werden Fragen zum Stand der Dinge gestellt. Mit Erstaunen wird aufgenommen, dass für das Helios-Gelände noch nichts entschieden ist, die Passanten begutachten das Modell und legen auch selbst Hand an die Holzklötze, Plastikbäumchen und das Styropor-Einkaufszentrum – „weg damit!“. Wir verteilen kostenlose Buttons und sammeln E-Mailadressen für unseren Newsletter. Genauso war das auch schon auf dem Venloer Straßenfest am Wochenende 13. und 14. August, wie BI-Mitglied Renate Kerbst eindrücklich schildert:

Die BI auf dem Venloer Straßenfest im August

Normalerweise zeichnet sich das Straßenfest auf der Venloerstraße nicht durch politische Debatten aus – dieses Mal war das anders. Die BI war mit einem Stand vertreten, in dessen Mittelpunkt das von Jonathan und Markus erstellte Modell des Helios-Geländes stand, das die Planungen des Investors enorm anschaulich macht.

Der Erfolg des Standes war – man kann es ruhig so sagen – überwältigend. Sehr viele Menschen blieben interessiert am Modell stehen und suchten das Gespräch mit uns. Teilweise gab es lange und intensive Gespräche, immer war das Interesse ernsthaft, die Diskussionen nicht polemisch. Einige wenige Passanten waren schon gut informiert, den meisten allerdings mangelte es an aktuellen Informationen. Viele haben sich als Interessenten für den Newsletter oder sogar als potenzielle Mitmacher in der BI eingetragen.

Kaum einer will eine Shopping-Mall

Die übergroße Mehrheit war gegen ein Einkaufszentrum. Die wenigen Stimmen für ein Einkaufszentrum kamen von Menschen, die sich enttäuscht und frustriert über die Entwicklung der Venloer Straße zeigten und ein Einkaufszentrum als Aufwertung des Viertels empfänden. Überhaupt drehten sich viele Diskussionen um die Entwicklung der Venloerstraße und den möglichen Einfluss des Helios-Geländes darauf. Überwiegend wurde die Meinung vertreten, dass die Venloerstraße inzwischen auf einem guten Weg ist und diese Entwicklung gefördert werden sollte – ein Einkaufzentrum wurde dafür als kontraproduktiv beurteilt.

Ich war überrascht darüber, wie unterschiedlich die Menschen waren, die sich gegen die Planungen aussprachen. Da gab es den Hausbesitzer mit 18 Häusern in Ehrenfeld, der die positive Entwicklung des Stadtteils hervorhob und die Planungen als Störung dieser Entwicklung ablehnte. Da waren mehrere türkischstämmige Familien, die sich sehr interessiert zeigten und die Planungen des Investors empört ablehnten. Da war der pensionierte Studienrat mit guter Kenntnis von kölschen Interna, der mit seiner Meinung über Bauwens-Adenauer nicht hinter dem Berg hielt.

Was tun?

Das Bedürfnis vieler Menschen, die BI zu unterstützen und „etwas zu tun“, drückte sich oft in dem Wunsch aus, unsere Forderungen durch eine Unterschrift zu stärken. Wir haben auf die „erweiterte Bürgerbeteiligung“ hingewiesen und für die aktive Beteiligung daran geworben: Denn jeder kann mitmachen, alle Ideen sind willkommen!

Selbst in der Presse gab es bei der Berichterstattung über das Straßenfest positive Resonanz zu unserem Stand. Der KStA und der Express berichteten in einem durchaus sympathisierenden Grundton.

Insgesamt: wunderbar, dass das Modell so anschaulich zeigt, was die BI und viele Ehrenfelder Bürgerinnen und Bürger nicht wollen! Und die Ehrenfelder werden auch in Zukunft damit rechnen können, die BI dort anzutreffen und mit ihren Mitgliedern diskutieren zu können, wo in Ehrenfeld größere Veranstaltungen stattfinden.


Mehr zum Thema Bürgerbeteiligung könnt Ihr hier lesen.


Hier ein paar Eindrücke von unserer Aktion am 24. September:

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